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Veranstaltungen

Veranstaltungen am LIAG-Institut für Angewandte Geophysik.

Das LIAG auf der IdeenExpo 2026: "Mach doch einfach"...Geophysik!

Unter dem Motto „Mach doch einfach!“ lädt die IdeenExpo vom 20. bis 28. Juni 2026 nach Hannover ein – und das LIAG-Institut für Angewandte Geophysik ist erneut mit einem eigenen Stand in Halle 7, Standnummer EF-02, dabei. Mit interaktiven Exponaten machen Forschende Geowissenschaften und Angewandte Geophysik für Groß und Klein erlebbar.

Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie finden wir eigentlich die Ressourcen unserer Erde? Denn Rohstoffe – Grundwasser, Erdwärme oder natürlicher Wasserstoff – liegen unter unseren Füßen. Mit geophysikalischen Messungen können wir herausfinden, wo Ressourcen in der Erde vorkommen oder welche Chancen und Risiken die Geologie für eine nachhaltige Nutzung bieten könnte. Besucherinnen und Besucher erleben zum Kennenlernen der Geophysik praktische Experimente und Messmethoden aus nächster Nähe – von Drohnen bis hin zu (hör- und sichtbaren) seismischen Quellen und schwebenden Magneten. Wir freuen uns auf den Besuch in der Halle 7, EnergieFeld!

Unsere Exponate vor Ort: 

Ressourcen und Rohstoffe erkunden: Geophysik mit Drohnen als Messplattform

Welches Potenzial bietet die Drohnen-Geophysik für das Finden, Erkunden und Abbilden von Rohstoffen und Grundwasser? Drohnen haben in der Forschung viele Vorteile. Das LIAG-Institut für Angewandte Geophysik stellt ein neuartiges drohnenunterstütztes Messsystem vor, mit dem der Untergrund mittels elektromagnetischer Felder bis in einen Kilometer Tiefe durchleuchtet werden kann. Dieser Ansatz ermöglicht es den Forschenden beispielsweise die Ressourcen unserer Erde aus der Luft zu finden, ihren Umfang zu erkennen, ihre nachhaltige Nutzung zu ermöglichen, aber auch Gefährdungen wie beispielsweise Versalzungen zu erkennen, die unser Grundwasser bedrohen. Die beachtliche Drohne (Umfang 1,5 Meter) wird mit der Messkonstruktion ausgestellt. In einem Flugsimulator können Besucherinnen und Besucher selbst die Drohne fliegen lernen.

Let's Rock: Wie wir mit der seismischen Vibrationsquelle ELVIS den Untergrund in Schwingung versetzen und so in die Erde „hören“

In die Erde „hören“ klingt komisch? In der Seismik produzieren wir durch hörbare Vibrationen Wellen und beobachten, wie sie sich im Untergrund ausbreiten. Der am LIAG entwickelte ELVIS ist zwar nur so groß wie eine Schubkarre, hat es aber in sich: Dieses seismische Gerät, das praktisch in einen Kofferraum passt, trägt trotz der Handlichkeit dazu bei, die ersten 200 Meter des Untergrundes sehr genau zu untersuchen. Wichtig ist das unter anderem für die Erforschung von Geogefahren wie beispielsweise Bruchzonen (Störungen) mit Erdbebenpotenzial im Untergrund, sowie von Grundwasser oder für die Suche nach sicherem Baugrund. Lass dich von ELVIS durchrütteln und erlebe, wie sich die Wellen ausbreiten!

Wellen und Frequenzen sichtbar machen: Erzeuge Chladni-Figuren!

Schwingungen kann man nicht sehen – oder doch? Schaut euch Chladni-Figuren an: Wenn eine Platte schwingt, zum Beispiel angeregt durch Schallwellen, formt sich Sand zu beeindruckenden Mustern, diese werden Chladni-Figuren genannt. So wird sichtbar, wie sich Wellen ausbreiten und wo keine oder nur schwache Schwingungen auftreten. Schwingungen mit unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften erzeugen verschiedene Muster: Das Exponat visualisiert so, wie mit unterschiedlichen Frequenzen verschiedene Wellen ausgesendet werden können. Diesen Fakt nutzen Forschende, um Abbilder vom Untergrund zu bekommen und so mehr über unsere Erde zu erfahren. Und nun mach doch selbst! Finde heraus, wie sich Muster verändern, wenn Frequenz oder Lautstärke wechseln.

Empfindliche Seismik: LED-Oszilloskop mit Geophonanschluss

Für seismische Messungen zur Erkundung der Beschaffenheit des Untergrundes werden Geophone eingesetzt. Die Besonderheit des Exponats ist, dass das Geophongehäuse transparent ist. So ist zu sehen, wie robust und doch empfindlich diese Signalaufnehmer sind. Interessierte können versuchen das Geophon ruhig zu halten. Schnell wird deutlich, dass dies unmöglich ist. Mit bloßem Auge ist erkennbar, dass die Spule an den Federn permanent kleinste Bewegungen um einen Magneten ausführt. In Kombination mit einem LED-Oszilloskop werden Wellen beim Stampfen oder Hüpfen auf dem Boden direkt sichtbar gemacht. Es wird auch deutlich, wie herausfordernd es im Berufsleben von Geophysikerinnen und Geophysikern sein kann, Messungen durchzuführen, wenn bereits kleinste Bewegungen diese beeinflussen.

Workshops:

Forschende und Techniker vom LIAG werden am 23.6.2026 zwei Workshops zum Thema "Geophysik für die Energiewende mit Geothermie: Bau dir dein eigenes Geophon" anbieten. Die Zeitslots der Workshops sind um 9:30 Uhr und um 11:00 Uhr, Anmeldung erfolgte online. Sie finden in separaten Räumen statt.

Webseite der IdeenExpo mit Link zu unseren Exponaten: www.ideenexpo.de/aussteller/liag-institut-fuer-angewandte-geophysik

Kontakt
Fragen und Anmerkungen an Greta Clasen: info(at)liag-institut.de