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Forschungsbereich Statische Modellierung

Der Forschungsbereich Statische Modellierung steht in der Fortführung der über 70 Jahre langen Tradition in der Geothermieforschung des Instituts und seiner Vorgängerinstitutionen. Diese Forschungstätigkeit hat zu einer weltweit einzigartigen Datensammlung geführt, mit der in dem Forschungsbereich eines der umfangreichsten öffentlich zugänglichen Informationssysteme der Geothermik, das GeotIS, entwickelt wurde.

Forschung

Die Wende hin zu erneuerbaren Energien macht die Erkundung und effiziente Nutzung von nachhaltigen Geoenergien wie die Geothermie unerlässlich. Dies setzt möglichst gute Kenntnisse über die geothermischen und geologischen Bedingungen einzelner Standorte voraus. Durch die Messung, Bewertung und Bereitstellung geothermischer Daten und die Untersuchung physikalischer Prozesse in geothermischen Systemen schafft unsere Sektion eine wichtige Grundlage für diese Aufgabe. Das Ziel unserer Forschungsarbeiten ist die Minimierung des Fündigkeits- und Erschließungsrisikos von geothermischen Speichern, um eine verlässliche technische und finanzielle Planbarkeit sowie die gesellschaftliche Akzeptanz geothermischer Anlagen sicherzustellen. So soll der sinnvolle Einsatz geothermischer Energie insbesondere zur Wärmeversorgung erreicht werden.

Die Aufgaben liegen besonders in der projekt-orientierten Forschung durch Anbindung an operativen Projekten. Die forschungsstrategische Ausrichtung der Sektion spiegelt daher genau die Fragestellungen wieder, die mit der fortschreitenden Energiewende und dem daran gebundenen Bedarf nach der standortspezifischen Nutzung des unterirdischen Raums zur nachhaltigen Ressourcengewinnung und Speicherung einhergehen. So ist der Forschungsbereich an der umfangreichen geothermischen Erkundung und Erschließung von München in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken München, an der Entwicklung neuer Erschließungskonzepte für das südliche deutsche Molassebecken am Referenzstandort Geretsried, an der Entwicklung von geothermischen Erkundungsmethoden für das Ruhrgebiet in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Geothermiezentrum der Hochschule Bochum und an der Entwicklung von geothermischen Erschließungsstrategien im Leinetalgraben auf dem Campus der Partneruniversität Göttingen beteiligt.

Im Fokus unserer Forschungsarbeiten stehen die Entwicklung standort-spezifischer Erkundungsmethoden, die numerische Abbildung von skalenübergreifenden gekoppelten Prozessen, die durch Nutzung des geologischen Untergrundes initiiert werden, und dem Aufbau von interaktiven geowissenschaftlichen Informationssystemen. Diese Forschungsarbeiten unterteilen sich daher in die drei methodischen Bereiche

Der Forschungsbereich sieht sich damit in der Fortführung der über 70 Jahre langen Tradition in der Geothermieforschung des Instituts und seiner Vorgängerinstitutionen. Diese Forschungstätigkeit hat zu einer weltweit einzigartigen Datensammlung geführt, mit der in der Sektion eines der umfangreichsten öffentlich zugänglichen Informationssysteme der Geothermik, das GeotIS, entwickelt wurde.

Die Forschungsaktivitäten und -ergebnisse werden in internationale Netzwerke wie der International Energy Agency (IEA) eingebunden, die als internationale Energieagentur durch die Bundesregierung zur Internationalisierung der Energiewende genutzt wird.

 

Aktuelle Projekte (Auswahl)

Drittmittelprojekte

  • WärmeGut - Datenkampagne zur Verbesserung der Datenlage zur oberflächennahen Geothermie
  • Warm-Up
  • Dekapalatin
  • THC-Prognos

 

Haushaltsprojekte

  • FIS GP Details
    Weiterentwicklung des Fachsystems Geophysik
    (laufend)
  • TMHC-Modellierung Details
    (laufend)
  • SIP-Archiv Details
    webbasiertes SIP-Archiv zur Datensicherung und Recherche

Drittmittelprojekte (abgeschlossen)

  • ArtemIS
    Ausbau des Geothermischen Informationssystems GeotIS zum Internetportal für die Wärme-wende in Deutschland
  • ZokrateS Details
    Zonierte Reservoirbehandlung an natürlichen Kluftzonen in tiefliegenden Karbonaten zur Entwicklung eines petrothermalen Standortes in Deutschland
  • mesoTherm Details
    Erkundung und Erschließung hydrothermaler Reservoire der mitteltiefen Geothermie
  • REgine Details
    Geophysikalisch-geologisch basiertes Reservoir Engineering für tiefliegende Karbonate
  • GeoFaces Details
    Charakterisierung geothermischer Ressourcen unter Berücksichtigung von Grenz- und Trennflächen
  • Dolomitkluft Details
    Erschließung kluftdominierter Aquifere
  • PlayType Details
    Katalogisierung geothermischer Provinzen
  • GeoParaMol Details
    Geophysikalische Parameter zur faziellen Interpretation des Malm und Modellierung des thermisch-hydraulischen Langzeitverhaltens (Teilprojekte 1 und 3)
  • Dolomitkluft Details
    Erschließung kluftdominierter Aquifere
  • GeoFaces Details
    Charakterisierung geothermischer Ressourcen unter Berücksichtigung von Grenz- und Trennflächen
  • Störtief Details
    Die Rolle von tiefreichenden Störungszonen bei der geothermischen Energienutzung
  • GeoFünd Details
    Charakterisierung und Weiterentwicklung integrativer Untersuchungsmethoden zur Quantifizierung des Fündigkeitsrisikos
  • Geothermie Süddeutsches Molassebecken Details
    Wissenschaftsforum tiefe Geothermie im Süddeutschen Molassebecken
  • gebo-GS Details
    Systemmanagement im Schwerpunkt Geosystem
  • gebo-G5 Details
    Hydromechanisches Verhalten geothermischer Reservoire
  • SiKS Details
    Seismik im Kristallin Sachsen
  • MUSTANG Details
    A MUltiple Space and Time scale Approach for the quaNtification of deep saline formations for CO2 storaGe
  • GeotIS II Details
    Aufbau eines Internet-Informationszentrum für geothermische Energienutzung
  • Geothermie-Atlas Details
    zur Darstellung möglicher Nutzungskonkurrenzen zwischen CCS und Tiefer Geothermie
  • 3D-Seismik Details
    Einsatz von 3D-Seismik zur Reduzierung des Fündigkeitsrisikos bei Geothermieprojekten
  • Geothermie Großraum München Details
    Geothermische Charakterisierung von karstig-klüftigen Aquiferen im Großraum München

 

Alle Publikationen

Leitung Forschungsabteilung Systemintegration

Forschungsbereich Statische Modellierung:

Prof. Dr. Inga Moeck

+49 511 643-3468