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•	Modellierung am Beispiel der Pyrenäen: Eisenhaltige Gesteinsvorkommen werden als soge-nannte Serpentinite nach der Reaktion mit Wasser vom restlichen Mantelgestein abgegrenzt. © Rodolfo Christiansen / Mod. vom Original Christiansen et al.

Natürlicher Wasserstoff gilt als mögliche kohlenstoffarme Energiequelle. Doch wie viel davon entsteht im Untergrund – und wie schnell? Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des LIAG-Instituts für Angewandte Geophysik in Hannover veröffentlichte im Fachjournal „Nature Communications“ erstmals prozessbasierte Zahlen für die westlichen Pyrenäen und Nordkalifornien. Dort liegen die berechneten Produktionsraten nun unter früheren theoretischen Schätzungen. Die Methode der Studie verspricht damit realistischere Bestimmungen. Sie lässt sich mit dem Open-Source-Tool PoNHy auf weitere Regionen übertragen, um das Potenzial geologischer Systeme gezielter zu identifizieren und zu bewerten.

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Nicole Grobys (DGMK), Carsten Mühlenmeier (LBEG), Prof. Dr. Inga Moeck (LIAG), Dr. Gabriela von Goerne (BGR) und Olaf Daebler (hannoverimpuls). Quelle: BGR.

Die 17. Norddeutsche Geothermietagung bringt Fachpersonen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kommunen im Geozentrum Hannover zusammen: Als Technologie ist die Geothermie für die Wärmewende in Deutschland ein unverzichtbarer Baustein. Doch wie kann insbesondere die Erdwärmenutzung aus größeren Tiefen noch stärker für die lokale Versorgung genutzt werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich zwei Tage lang rund 150 Fachleute bei der 17. Norddeutschen Geothermietagung im Geozentrum Hannover.

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Im Bohrloch-Messtruck. Quelle: Philip Foth / LBEG.

Wie wird man eigentlich Rohstoff-Expertin oder Geophysiker? Welche Jobs stecken hinter der Erforschung unseres Planeten? Und wie sieht der Arbeitsalltag in den Geowissenschaften aus? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten heute 60 Schülerinnen und Schüler beim Zukunftstag im GEOZENTRUM Hannover in Groß-Buchholz. Der Aktionstag war restlos ausgebucht. Die drei Einrichtungen im GEOZENTRUM – die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) sowie das LIAG-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) – öffneten dafür ihre Türen und gaben spannende Einblicke in ihre Arbeit.

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Befliegung vom Multikopter mit der Messsonde. Quelle: Pixabay, mod. LIAG.

Ab dem 27. April 2026 führt ein Forschungsteam der Universität Münster geophysikalische Messflüge mit einem Multicopter in der Samtgemeinde Harsefeld im Landkreis Stade durch. Die Messungen sind Teil des Forschungsvorhabens GeoMetEr, das durch das LIAG-Institut für Angewandte Geophysik (Hannover) und die Technische Universität Bergakademie Freiberg geleitet wird. Die Messungen sollen Daten aus vorherigen Hubschraubermessflügen und seismischen Erkundungen ergänzen sowie geophysikalische Messverfahren an Drohnen erproben und verbessern. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung fördert die Forschung zur Entwicklung von Erkundungsmethoden für Endlagerstandorte. Die GeoMetEr-Messgebiete kommen als Endlagerstandorte nicht in Betracht.

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Autor Daniele Palu. Copyright: Ralf Grobe.

Dass an der Nordseeküste nicht nur rauer Wind weht, sondern sich auch tief im Boden komplexe Vorgänge abspielen, beweist der neue Kriminalroman „Marconi und die schweigenden Lämmer“ von Daniele Palu (ET: 17.04.2026, Rowohlt Taschenbuch Verlag). Um die naturräumlichen Besonderheiten der Region rund um St. Peter-Ording so authentisch wie möglich zu schildern, holte sich der True-Crime-Experte und Journalist wissenschaftliche Unterstützung beim LIAG-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) in Hannover. Denn hier kann Geophysik helfen, Vorgänge im Untergrund aufzuklären.

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Auftakttreffen in Münster unter Beteiligung aller Partner im Frühjahr. (Quelle: Prof. Dr. Michael Becken / Universität Münster).

In Deutschland steigt der Bedarf an strategischen Rohstoffen deutlich. Im neuen Verbundprojekt DESMEX-MinD entwickeln Forschende des LIAG-Instituts für Angewandte Geophysik (LIAG, Hannover) gemeinsam mit den Universitäten in Münster und Freiberg, dem Leibniz-Institut für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT, Jena), der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR, Hannover), dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG, Hannover) und Industriepartnern innovative Technologien und kombinierte Verfahren zur Erkundung von Erzlagerstätten weiter. Im Fokus stehen dabei die Bergbauregionen Erzgebirge und Oberharz.

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Einige Teammitglieder mit einem Teil des Kerns. Links steht Dr. Arne Ulfers vom LIAG-Institut für Angewandte Geophysik.

Ein internationales Team hat in der Westantarktis – rund 700 Kilometer von der nächsten Forschungsstation entfernt – den bisher längsten Sedimentkern (228 m) unter einem aufliegenden Abschnitt des Ross-Schelfeises erbohrt. Die gewonnenen Proben werden Erkenntnisse über das Abschmelzen des westantarktischen Eisschildes bis vor etwa 23 Millionen Jahren liefern und damit aus Epochen, in denen die Erde wärmer und CO₂-reicher war als heute. Der westantarktische Eisschild enthält genug Eis, um den globalen Meeresspiegel bis zu fünf Meter ansteigen zu lassen. Mehrere deutsche Institute sind an dem Projekt SWAIS2C beteiligt, ein deutscher Wissenschaftler war bei der Bohrung im Eis dabei.

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Abfahrt aus der Forschungsstation: Mit PistenBully-Polarfahrzeugen, die Treibstoff, wissenschaftliche Ausrüstung, Bohrgeräte und Vorräte für den etwa achtwöchigen Camp-Aufenthalt transportieren, ging es für einige im Team bereits Anfang November los.

Ein internationales Forschungsteam hat rund 700 Kilometer von der nächsten Forschungsstation, Neuseelands Scott Base, entfernt ein Camp auf dem Eis eingerichtet. Dort planen die Forschenden eine Bohrung, um Sedimente unterhalb von 500 Metern Eis zu gewinnen und die geologische Schichtabfolge im Bohrloch zu messen. Die Daten liefern entscheidende Hinweise darauf, wie empfindlich der westantarktische Eisschild in vergangenen Wärmeperioden reagierte. Dies ermöglicht wissensbasierte Rückschlüsse auf sein Abschmelzen und den Meeresspiegelanstieg in einer sich derzeit wieder erwärmenden Erde. Mehrere deutsche Institute sind beteiligt, ein deutscher Wissenschaftler startet ins Camp.

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Der Vibro-Truck des LIAG in Harsefeld. Quelle: LIAG.

Das LIAG-Institut für Angewandte Geophysik hat die großflächigen seismischen Feldarbeiten im Forschungsprojekt GeoMetEr in der Samtgemeinde Harsefeld abgeschlossen. Nach 2D-Profilen im Frühjahr und einer flächenhaften 3D-Messkampagne im Herbst gehen die Datensätze nun in die Auswertung. Im Oktober gab es bereits weitere luftgestützten geophysikalischen Messungen durch eine Hubschrauber-Befliegung. GeoMetEr zielt darauf, geophysikalische Mess- und Auswerteverfahren weiterzuentwickeln, damit sich geologische Strukturen im Untergrund künftig hochaufgelöster und verlässlicher abbilden lassen.

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Der LIAG-Messtruck für seismische Messungen. Quelle: Anne Pogoda / LIAG.

Die Suche nach einem Endlager für radioaktive Abfälle wird nicht nur durch die Öffentlichkeit im „4. Forum Endlagersuche“ am 21. und 22. November 2025 in der niedersächsischen Landeshauptstadt begleitet, sondern auch von einer großen geowissenschaftlichen Expertise. Daher haben die drei Institutionen im Geozentrum Hannover, die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und das LIAG-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG), am 20. November ihre Einrichtungen für Interessierte geöffnet. In mehreren Stationen zeigten sie, mit welchen wissenschaftlichen Methoden die Institutionen jeweils Daten über den tiefen Untergrund gewinnen, aufbereiten und zur Verfügung stellen.

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