Das LIAG-Institut für Angewandte Geophysik hat die großflächigen seismischen Feldarbeiten im Forschungsprojekt GeoMetEr in der Samtgemeinde Harsefeld abgeschlossen. Nach 2D-Profilen im Frühjahr und einer flächenhaften 3D-Messkampagne im Herbst gehen die Datensätze nun in die Auswertung. Im Oktober gab es bereits weitere luftgestützten geophysikalischen Messungen durch eine Hubschrauber-Befliegung. GeoMetEr zielt darauf, geophysikalische Mess- und Auswerteverfahren weiterzuentwickeln, damit sich geologische Strukturen im Untergrund künftig hochaufgelöster und verlässlicher abbilden lassen.

Die hannoverschen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Bildungsträgerinstitutionen laden vom 5. bis 23. November 2025 unter dem Motto #knowember zu Experimenten, Vorträgen, Diskussionen und Ausstellungen ein. Mehr als 100 Veranstaltungen sind online unter www.hannover.de/knowember zu finden. Das LIAG ist Partner der Initiative Wissenschaft Hannover: An der öffentlichen Auftaktveranstaltung am 5.11. werden Forschende im Schloss Herrenhausen in Hannover über ihren Antarktis-Aufenthalt interviewt. Am 7. und am 13. November 2025 nehmen LIAG-Forschende Besucherinnen und Besucher mit auf Forschungsexpedition in die Antarktis und in die Kalahari.

Im LIAG-Forum diskutierten über 70 Teilnehmende die Forschungsthemen und strukturelle Ausrichtung des Instituts. Die zweitägige Veranstaltung verband Vorträge zur übergeordneten Vision und den Forschungsschwerpunkten des LIAG mit Impulsen von Seiten der externen Gäste, konkreten Projektbeispielen sowie Arbeitsgruppen zu Querschnittsthemen. Ziel war es, den Status quo herauszuarbeiten und Rückmeldungen einzuholen, um prioritäre Handlungsfelder kurzfristig und mittelfristig zu identifizieren.

Ein Meilenstein auf dem Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung: Erstmals zeigt eine bundesweit einheitliche Geothermie-Karte, wo die Nutzung oberflächennaher Erdwärme durch Erdwärmesonden möglich ist – und wo nicht. Die interaktive Karte wurde im Forschungsprojekt WärmeGut unter Leitung des LIAG in Hannover mit der Georg-August-Universität Göttingen (UGOE) und der Firma geoENERGIE Konzept GmbH aus Freiberg in Zusammenarbeit mit allen 16 geologischen Landesdiensten entwickelt.

Schulenburg bei Pattensen (Region Hannover) liegt bekanntlich an der Leine. Dass es aber vor rund 200 Millionen Jahren am oder im Meer gelegen hätte, ist weniger bekannt und Inhalt einer geologischen Untersuchung, die jetzt das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) vornimmt. Eine Bohrung soll 350 Meter in die Tiefe gehen. Einen Teil der Bohrlochgeophysik führen LIAG-Forschende durch.

Knapp 1.000 Besucherinnen und Besucher kamen zum Tag der Geothermie des Landesamtes für Bergbau, Energie und Bergbau ins GEOZENTRUM Hannover. Mit dabei: Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne, der sich im Gespräch mit Prof. Dr. Inga Moeck am LIAG-Messtruck über den aktuellen Forschungsstand zur Erdwärmenutzung für die Wärmewende in Deutschland informierte.

Mit zwei verschiedenen Datierungsmethoden zeigen Forschende des LIAG, der Friedrich-Schiller Universität Jena und der Universität Tübingen, dass große Störungssysteme in den Ostalpen im Pleistozän seismisch aktiv waren. Die Studie erschien im Journal Tectonics. Im Eos-Magazin der American Geophysical Union wurde sie als Editor's Highlight ausgezeichnet.