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Natürlicher Wasserstoff: Abschlusstreffen von HyAfrica mit Handlungsempfehlungen

Im Juli 2025 fand an der Universität Evora, Portugal, das abschließende Projekttreffen zu HyAfrica statt. Die Forschungsgruppe HyAfrica hat sich drei Jahre lang mit der Verfügbarkeit und der möglichen Nutzung von weißem Wasserstoff in vier afrikanischen Regionen befasst.

Untersuchungen zu weißem Wasserstoff in Afrika

Wesentliche Ergebnisse sind ein deutlich verbessertes Verständnis der geologischen Bedingungen in den Zielgebieten sowie Vorstellungen zu den sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen einer möglichen Nutzung der sauberen Energiequelle. In diesem Zusammenhang wurden Entscheidungsträger in den Zielländern Marokko, Mosambik, Südafrika und Togo über die potenzielle Nutzung dieses Energieträgers informiert. Aus den Projektergebnissen können Maßnahmen für die zukünftige Exploration und Exploitation von Wasserstoff sowie ebenfalls notwendige Anpassungen in den länderspezifischen Gesetzgebungen abgeleitet werden.

Mitarbeitende des LIAG analysierten komplementäre geophysikalischer Datensätze und entwickelten für die komplexe Auswertung den Code PoNHy. Dieser ermöglicht erstmals eine auf integrierten Datensätzen basierende Quantifizierung des im Untergrund gebildeten Wasserstoffs. Er schließt damit eine wesentliche Lücke im Verständnis der Verfügbarkeit von natürlichem Wasserstoff als Georessource und wurde inzwischen auch auf weitere Regionen in den Pyrenäen und Kalifornien angewendet.

HyAfrica ist das erste internationale Verbundprojekt, das sich mit der Erforschung und dem Potenzial von natürlichem Wasserstoff als neue Energiequelle in Afrika beschäftigt. Das Vorhaben wurde durch die langfristige gemeinsame Forschungs- und Innovationspartnerschaft zwischen der Europäischen Union und der Afrikanischen Union im Bereich der erneuerbaren Energien (LEAP-RE) mit einem Budget von fast einer Million Euro gefördert. LEAP-RE wird von der Europäischen Union im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizont 2020“ unter der Finanzhilfevereinbarung (Grant Agreement) 963530 gefördert. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt finanzierte die Arbeiten des LIAG innerhalb des Projektes.

Mehr über die Forschung und Entstehung von natürlichem Wasserstoff lesen Sie hier (inkl. Video).